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Die heute noch erhaltene Wasserburg Dinklage ist die bedeutendeste des Oldenburger Münsterlandes. Und doch ist die sogenannte "Dietrichsburg" nur die letzte von insgesamt drei Wasserburgen, die zu Beginn des 15. Jahrhunderts von der Familie der Herren von Dinklage errichtet wurden. Die drei Burgen waren die Nachfolgebauten der ersten Wehranlage ("Ferdinandsburg"), die etwa einen halben Kilometer östlich der heutigen "Dietrichsburg" stand und 1372 nach einer Belagerung zerstört wurde.

Drei der vier Söhne des Friedrich von Dinklage errichteten je eine Burg: Die "Hugoburg" wurde 1840 abgebrochen- an dieser Stelle steht heute die gräfliche Burgkapelle.
Die "Herbordsburg", an deren Stelle heute die 1677 errichtete "Alte Rentei" steht, das frühere Wohnhaus des Rentmeisters.

Erhalten ist- wie gesagt- die "Dietrichsburg", deren Gebäude aus dem 15. und späten 16. Jahrhundert stammen.
Die "Hugo-" und die "Herbordsburg" waren seit dem 16. Jahrhundert durch Erbschaft im Besitz eines Zweiges der Familie von Dinklage. Der letzte Erbe dieser Linie (Hugo Arnold von Dinklage) verkaufte die beiden Burgen 1667 mit allen zugehörigen Gütern an den Freiherrn von Galen, nachdem er sich durch lange Erbstreitigkeiten völlig verschuldet hatte.
Die Dietrichsburg war der Stammsitz der späteren Grafenfamilie im Oldenburger Münsterland. Graf Ferdinand von Galen (gest. 1918), bekannt als Reichstagsabgeordneter, und sein Sohn Friedrich (gest. 1918) waren die letzten Eigentümer die auf Burg Dinklage selbst wohnten. Bis 1928 verwaltete dann Franz von Galen (ein Bruder Friedrichs und des späteren Kardinals Clemens-August von Galen) die Dinklager Besitzungen für den Erben Christoph Bernhard von Galen. Seit 1928 lebt kein Mitglied der Familie mehr in der Burg, sie wird zunächst vom Verwalter versorgt.